Professor und BMJ-Redakteur zu Covid-“Impfung” und kritischem Denken

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Anmerkung Bastian Barucker: Am 2. November 2021 tagte auf Einladung des US-Senators Ron Johnson ein Expertengremium zu bundesweiten Impfstoffvorschriften und Impfschäden in den USA. Eingeladen waren Menschen, die Impfschäden erlitten hatten und Doktoren sowie Wissenschaftler aus dem Bereich der Medizin. In der Ankündigung zu dieser Veranstaltung heißt es: “Der Senator wird über sein Eintreten für eine frühzeitige Behandlung, die Bedeutung der Freiheit des amerikanischen Gesundheitswesens und die Anerkennung der natürlichen Immunität, die Auswirkungen von Vorschriften auf die amerikanischen Arbeitskräfte und die Wirtschaft sowie die mangelnde Transparenz der Bundesgesundheitsbehörden als Reaktion auf seine COVID-19-Aufsichtsanfragen sprechen.” Einer der geladenen Experten war Peter Doshi.

Peter Doshi ist außerordentlicher Professor für pharmazeutische Forschung im Gesundheitswesen an der University of Maryland School of Pharmacy. Er ist außerdem leitender Redakteur beim The BMJ (British Medical Journal). Er hat bereits am 10. Juni eine sehr interessante Analyse zur Kinderimpfung bei der FDA präsentiert. In seiner Präsentation am 2. November beschäftigte er sich mit der Wirksamkeit der Covid-Impfstoffe, der Begriffsdefinition “Impfung” und “Impfgegner” und ruft zu kritischem Denken auf.

Die Präsentation von Prof. Peter Doshi

“Ich bin Peter Doshi. Ich gehöre der Fakultät der Universität von Maryland an und bin Redakteur beim BMJ (British Medical Journal). Ich habe keine relevanten Interessenkonflikte. Meine heutigen Kommentare sind meine persönlichen Einschätzungen.

In der Pharmazie unterrichte ich einen obligatorischen Kurs über die kritische Beurteilung der medizinischen Literatur. Wir schulen die Studenten darin, wie sie über eine Studienzusammenfassung hinausgehen und diese auseinandernehmen können. Wir bringen ihnen bei biomedizinische Studien kritisch zu bewerten und sie nicht einfach für bare Münze zu nehmen. Ich möchte meine 5 Minuten hier nutzen, um diesen Geist des kritischen Denkens nutzbar zu machen. Es macht mich traurig, dass wir als Gesellschaft im Moment sehr gesättigt sind. Mit der Einstellung, dass jeder alles weiß. Das schaltet die intellektuelle Neugierde aus und führt zu Selbstzensur. Lassen Sie mich also mit ein paar “Jeder weiß es”-Beispielen beginnen. Beispiele, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob wir so sicher sein sollten.

Jeder weiß, dass dies eine Pandemie der Ungeimpften ist. Aber wenn Krankenhausaufenthalte und Todesfälle fast ausschließlich bei Ungeimpften vorkämen, warum wären dann Auffrischungsimpfungen notwendig? Oder warum sind die Statistiken im Vereinigten Königreich so anders? Wie Senator Johnson bereits sagte, sind die meisten COVID-Krankenhausaufenthalte und Todesfälle unter den vollständig Geimpften zu verzeichnen. Da gibt es eine Diskrepanz. Da gibt es etwas, auf das man neugierig sein sollte. Da passt etwas nicht zusammen, und wir sollten uns alle fragen: Ist es wahr, dass dies eine Pandemie der Ungeimpften ist? Was soll das überhaupt bedeuten?

Jeder weiß, dass COVID-Impfstoffe Leben retten. Tatsächlich wissen wir das schon seit Anfang 2021. Die klinischen Studien haben es bewiesen. Das ist der Fall, wie Sie hier im Zitat eines Artikels vom Februar im Journal of the American Medical Association sehen können.

Aber stimmt das auch? Als diese Erklärung von prominenten Vertretern des öffentlichen Gesundheitswesens verfasst wurde, hatte es gerade einmal einen Todesfall unter den 70.000 Studienteilnehmern gegeben. Heute liegen uns mehr Daten vor, und Sie können sehen, dass die Zahl der Todesfälle in den Impfstoff- und Placebogruppen ähnlich hoch war, ohne dass die Studien eine Verringerung der Todesfälle gezeigt hätten. Auch nicht für COVID-Todesfälle. Im Gegensatz zu anderen Ursachen sind die Beweise fadenscheinig. Es gibt nur 2 Todesfälle in der Placebogruppe und einen in der “Geimpftengruppe”. Mir geht es nicht darum, dass ich die Wahrheit darüber weiß, was die Impfung kann oder nicht kann. Mir geht es darum, dass diejenigen, die behaupten, die Studien hätten gezeigt, dass die Impfungen sehr wirksam wären und Leben retten würden, falsch lagen. Das haben die Studien nicht gezeigt.

Lassen sie uns als Nächstes über “Impfgegner” sprechen. Jeder weiß, dass alles, was Impfgegener zu sagen haben außer Acht gelassen werden kann. Aber was bedeutet der Begriff “Impfgegner”. Das Meriam Webster Wörterbuch definiert die Bezeichnung als “eine Person, die dem Nutzen von Impfungen oder Vorschriften, die eine Impfung verpflichtend machen widerspricht.” Den ersten Teil der Definition habe ich erwartet, der zweite Teil hat mich fassungslos gemacht. Es gibt ganze Länder wie z.B. England und Japan, die keine Impfpflicht für Kinder haben. Beide Länder erreichen hohe Impfquoten. Aber nicht durch Vorschriften, die eine Impfung verpflichtend machen. Es gibt dort keine Impfpflichten und ich glaube, dass eine große Minderhheit und vielleicht sogar eine Mehrheit der Weltbevölkerung die Kritierien für die Bezeichnung “Impfgegner” erfüllt.

Eine weitere Definition, die es sich anzuschauen lohnt, ist die der Impfung. Ich bin einer der Akademiker, die behaupten dass diese mrna-Produkte, die jeder “Impfungen” nennt, sich qualitativ von Standardimpfungen unterscheiden. Faszinierenderweise fand ich heraus, dass das Miriam Webster Wörterbuch die Definition von Impfung Anfang 2021 geändert hat. Mrna-Produkte erfüllten nicht die vor der Änderungen bestehenden Definitionskriterien, für eine Impfung, welche die letzten 15 Jahre galten. Aber die Definition wurde so geändert, dass nun mrna-Produkte Impfungen sind.

Ich greife das heraus, um eine Frage zu stellen. Wie würden sie sich fühlen, wenn es Impfpflichten für eine Corona-Impfung gäbe, wir diese aber nicht Impfung nennen würden? Was, wenn dir diese Injektionen stattdessen Medikamente nennen würden. Also schauen wir uns das Szenario an. Wir haben ein Medikament und haben Beweise dafür, dass es weder Infektionen verhindert noch die Weitergabe des Virus verhindert. Aber das Medikament soll angeblich das Risiko einer schweren Erkrankung und möglichem Todesfalls verringern. Würden sie dieses Medikament alle 6 Monate für den Rest ihres Lebens einnehmen, wenn das notwendig wäre, damit es das Medikament wirksam ist? Würden sie dieses Medikament nicht nur selber einnehmen, sondern sogar Vorschriften unterstützen, die es für jeden Menschen in ihrem Umfeld zur Pflicht machen. Oder würden sie sagen, warte mal kurz. Wenn das alles ist, was das Medikament kann, warum sollte ich dann nicht lieber ein normales Medikament nehmen? Eines von denen, welches wir nehmen, wenn wir krank sind und gesund werden wollen. Warum sollte es zu einer Pflicht werden? Nur weil wir es eine Impfung nennen, sollten wir nicht annehmen, dass diese neuen Produkte genauso sind, wie die Kinderimpfungen, die verpflichtend sind. Jedes Produkt ist einzigartig und ist es in Ordnung, etwas verpflichtend zu machen, nur weil es eine Impfung ist und wir auch andere Impfung verpflichtend machen? Also warum sollten wir dann nicht auch diese “Impfung” zur Pflicht machen? Ich denke, es wird Zeit ein wenig kritisches Denken in diese Debatte zu injizieren und ich hoffe, dass wir das heute machen.”

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