Offener Beschwerdebrief über Ärztekammerpräsident Dr. Montgomery

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Anmerkung Bastian Barucker: Dieser offene Brief bezieht sich auf die Aussagen des Vorsitzenden des Vorstandes des Weltärztebundes und Ehrenpräsident der Ärztekammer Hamburg Prof. Montgomery in einem Interview mit ApothekeAdhoc vom 7.10.2021. Die erwähnten 49 Ärzte und 3 Volljuristen haben ihre vollständigen Namen der Ärztekammer übermittelt.

O f f e n e r B r i e f

Beschwerde über Prof. Dr. Montgomery, Mitglied und Ehrenpräsident der Ärztekammer Hamburg wegen berufsunwürdigen Verhaltens.
(Unter ausdrücklichem Vorbehalt der Authentizität des anliegenden Videos)

“Sehr geehrte Damen und Herren,

wir unterzeichnenden 49 Ärztinnen und Ärzte und 3 Rechtsanwälte sind schockiert und empört über das von Dr. Montgomery in unseren Augen berufsunwürdige Verhalten gegenüber Patienten und eigenen ärztlichen Kollegen, die über mehr Erfahrung in der direkten ärztlichen Behandlung verfügen als ein Facharzt für Radiologie.

Authentizität des beiliegenden Videos vorausgesetzt, verunglimpft und beleidigt Dr. Montgomery Patienten und Kollegen, die sich gegen eine sog. Covid-„Impfung“ entschieden haben, in kaum zu übertreffender, herablassender Art als „dumme Menschen“, die sich nach seiner Vorstellung sogar mit dem Label „unglaublich dumm“ zu erkennen geben sollten.

Es gäbe: „immer Menschen, die lassen sich durch nichts und gar nichts erreichen, was immer die Gründe sein mögen. Die liegen aber meistens ja hier oben.“ Verdeutlichend tippt Dr. Montgomery sich bei dieser Aussage gegen den Kopf.

Insbesondere für jemanden, der gern als nominell höchster Repräsentant der Weltärzteschaft bezeichnet wird, zeugen diese Aussagen nicht nur von fehlendem Feingefühl, sondern auch von wenig guter Kinderstube, da in einer derartigen Position bei öffentlichem Auftreten ein adäquates, medizinisch-sachliches und neutrales Statement als selbstverständlich vorausgesetzt werden sollte.

Dr. Montgomery respektiert durch seine o.g. Anfeindungen, die alle Kriterien von Hass und Hetze erfüllen, weder die Autonomie, noch die Würde der Patienten, noch erweist er uns Kollegen gebührende Achtung. Er achtet weder den Willen, noch die Rechte der Patienten ein Impf“angebot“ abzulehnen, negiert das Selbstbestimmungsrecht und ist sehr weit entfernt von einer sachlichen, korrekten und wertschätzenden / respektvollen wissenschaftlichen Diskussion.

Die unterzeichnenden Ärzte fordern die Ärztekammer Hamburg daher auf, eine entsprechende berufspolitische Untersuchung einzuleiten.

In unseren Augen hat Kollege Montgomery wiederholt gezeigt, dass er als Repräsentant der Ärzteschaft eine Fehlbesetzung ist. Entsprechende Konsequenzen in Form von Rücktritten (Weltärztebund, Ehrenpräsidentschaften) müssen wir nahelegen.

Verstöße im Einzelnen:

  • Berufsordnung der Ärztekammer Hamburg:
  • Verstoß gegen das ärztliche Gelöbnis:

„Ich werde die Autonomie und die Würde meiner Patientin oder meines Patienten respektieren… Ich werde nicht zulassen, dass Erwägungen von Alter, Krankheit oder Behinderung, Glaube, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politischer Zugehörigkeit, Rasse, sexueller Orientierung, sozialer Stellung oder jeglicher anderer Faktoren zwischen meine Pflichten und meine Patientin oder der meinen Patienten treten……. Ich werde meinen Lehrerinnen und Lehrern, meinen Kolleginnen und Kollegen und meinen Schülerinnen und Schülern die ihnen gebührende Achtung und Dankbarkeit erweisen.“

§ 7 Behandlungsgrundsätze und Verhaltensregeln:

§ 7 (1): „Jede medizinische Behandlung hat unter Wahrung der Menschenwürde und unter Achtung der Persönlichkeit, des Willens und der Rechte des Patienten, insbesondere des Selbstbestimmungsrechts, zu erfolgen. Das Recht der Patientinnen und Patienten, empfohlene Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen abzulehnen, ist zu respektieren.“

§ 7 (6): „ Der Arzt hat dem Patienten gebührende Aufmerksamkeit entgegen zu bringen und mit Patientenkritik und Meinungsverschiedenheiten sachlich und korrekt umzugehen.“

§ 29 Kollegiale Zusammenarbeit

§ 29 (1): „ ….. Unsachliche Kritik an der Behandlungsweise oder dem beruflichen Wissen eines Arztes sowie herabsetzende Äußerungen sind berufswidrig

Es ist unstreitig, dass es derzeit in Deutschland keine Impfpflicht für eine „Impfung“ gegen das sog. Coronavirus gibt.

Gerade ein Weltärztepräsident sollte eigentlich wissen, dass insbesondere der erstmalige Einsatz von genetischen Impfstoffen mit besonderen Anforderungen an die ärztliche Verantwortung und Aufklärungspflicht verbunden ist, so wie sie die Rechtsanwältin Beate Bahner aus Heidelberg in ihrem jüngst erschienen Buch „Corona-Impfung“ ausführlich dargelegt hat.

Wir wollen uns nicht auf das Niveau von Dr. Montgomery begeben und seine Haltung oder Unwissenheit als Ausdruck von Dummheit bezeichnen. Aber es blamiert alle Ärzte weltweit, wenn jemand, der als ihr Präsident und Sprecher auftritt, in derart polemischen Erklärungen solche Wissenslücken offenbart.

Mit den besten Grüßen

Jette Limberg-Diers
– Ä r z t i n –

(Für die unterzeichnenden 49 Ärztinnen und Ärzte und 3 Volljuristen gem. Anlage)

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