Es ist verständlich, dass Menschen, deren Kritik an der Pandemiepolitik jahrelang nicht gehört wurde und dafür sogar persönliche Angriffe, Diffamierung und Beleidigung einstecken mussten, irgendwann verbittern und ebenfalls im Ton energischer und teilweise wütend werden. Ausgrenzung ist auch eine Form von Aggression. Trotzdem ist es wichtig und Grundlage für Debatte die besten Worte zu wählen und auch dem “Gegner” Respekt und Achtung entgegenzubringen.

Die aufgeheizte Stimmung bzgl. der Coronamaßnahmen wäre vermeidbar gewesen, wenn von Anfang an darauf geachtet worden wäre, alle Perspektiven an einen Tisch zu bringen. Das wurde jedoch absichtlich verhindert und damit das gesellschaftliche “Klima” erschaffen, was nun als Vorwand dafür dient, die andere Seite nicht mehr anzuhören.

Auch das vermutete Misstrauen in staatliche Institutionen ist hausgemacht. Wie soll ein Mensch mit klarem Verstand uneingeschränktes Vertrauen in Robert-Koch-Institut, Paul-Ehrlich-Institut und die Gerichte dieses Landes haben, wenn diese wiederum ihrem Auftrag gar nicht oder nur sehr mangelhaft nachkommen.

Es ist eher ein Zeichen eines aufgeklärten Demokratieverständnis, dass Bürger und Bürgerinnen die Arbeit von staatlich finanzierten Institutionen sehr genau unter die Lupe nehmen und bei Bedarf offen und ehrlich kritisieren. Das nicht zu tun, stellt eine Gefahr für Demokratie und Rechtsstaat dar. Die angeführten Behörden und Organe der Rechtspflege könnten sich größten Vertrauens erfreuen, wenn sie den Auftrag, für den sie vom Steuerzahler bezahlt werden, sorgsam und verantwortungsvoll erledigen würden und für voll umfängliche Transparenz sorgen. Das ist mit Blick auf die Pandemiepolitik gar nicht oder nur sehr selten zu erkennen.

Es sind also hauptsächlich weder Verfassungs- noch Demokratiefeinde, die teilweise energisch eine Aufarbeitung der Pandemiepolitik fordern. Es sind wahrscheinlich mehrheitlich Menschen, denen das Grundgesetz, die Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit und eine sinnvolle und dem Gemeinwohl dienende Politik am Herzen liegen und die sich als aktive, mitgestaltende und aufgeklärte Bürger sehen, die nicht wie Kleinkinder erzogen oder genötigt werden wollen.

Vielleicht wollen Sie nur das, was ihnen zusteht: In Würde, Frieden und ausgestattet mit all ihren Grundrechten leben und für ihr Wohl und das ihrer Kinder, Nachbarn, Freunde und Bekannten sorgen und einen sinnvollen Beitrag für die Gemeinschaft leisten?

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