Corona-Impfung bei Kindern – große ethische Bedenken

Es könnte Monate oder Jahre dauern bis mögliche und bekannte Spätfolgen von Impfstoffen, die nicht auszuschließen sind, auftreten.

Von Dr. Ros Jones, Beratende Kinderärztin im Ruhestand

Vorbemerkung

Aufgrund der Dringlichkeit des Themas habe ich die internationale Literatur nach Artikeln zur Covid-19 Impfung für Kinder durchforstet. Der Artikel bezieht sich zwar auf England ist aber inhaltlich auch für Deutschland relevant, da der selbe Impfstoff behandelt wird und das gesundheitliche Risiko für schwere Verläufe bei Kindern durch Sars-Cov2 vergleichbar ist.

Der Artikel

“Die Entwicklung neuer Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 bis hin zur vorläufigen Zulassung (1)ist das wichtigste von der britischen Regierung geförderte Instrument im Umgang mit COVID-19. (2)Klinische Studien sind im Gange und die veröffentlichte Nachbeobachtung beträgt derzeit nur einen Median von 2 Monaten ab der zweiten Dosis. (3)Die Einführung des Impfstoffs durch das „Joint Committee on Vaccination and Immunisation (JCVI)“ (4) hat Menschen in neun Risikokategorien eingeteilt, beginnend mit Bewohnern von Pflegeheimen über 80 Jahren und absteigend durch die Altersgruppen und diejenigen, die entweder beruflich oder klinisch gefährdet sind. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts haben etwa 23 Millionen Menschen mindestens eine Dosis erhalten. Es wird geschätzt, dass 99 % der durch COVID-19 gefährdeten Personen geimpft worden sein werden, wenn diese neun Gruppen abgeschlossen sind. Die Studiendaten behaupten, dass es einen guten Schutz (~90%) gegen schwere Erkrankungen und Tod geben wird. (5,6) Eine neue schottische Studie legt nahe, dass die Übertragung durch die Impfung reduziert werden könnte. (7) Da die überwiegende Mehrheit der gefährdeten Personen vor schwerer Krankheit und Tod geschützt sein wird, wird die Übertragung viel weniger relevant. Hinzu kommt der zusätzliche Schutz der Bevölkerung durch die erworbene Immunität derjenigen, die bereits an COVID-19 erkrankt sind und sich davon erholt haben. Es ist rätselhaft, warum diese Kohorte in den veröffentlichten Berechnungen zur Immunität der Bevölkerung nicht berücksichtigt wurde. Die COVID-19-Impfstoffe sind nicht für die Anwendung bei Kindern zugelassen. Das JCVI rät, die Impfung nur Kindern anzubieten, die ein sehr hohes Risiko für eine Exposition und schwerwiegende Folgen haben, wie z. B. ältere Kinder mit schweren neurologischen Behinderungen, die eine Heimunterbringung benötigen, mit einer klaren Aufklärung der Eltern über den Mangel an Sicherheitsdaten. (8) Angesichts des raschen Abschlusses der Impfung aller Hochrisikogruppen ist es äußerst besorgniserregend, von einem möglichen Impfangebot für Kinder noch in diesem Jahr zu sprechen. Wir begeben uns damit auf ein ethisch sehr fragwürdiges Terrain. Die Hauptbedenken sind wie folgt:

● Alle Impfstoffstudien haben Kinder ausdrücklich ausgeschlossen. Die Auswirkungen des Impfstoffs auf Kinder sind daher völlig unbekannt.

● Für die Impfstoffe, die eingeführt werden, liegen nur begrenzte Daten zur Kurzzeitsicherheit und keine Daten zur Langzeitsicherheit vor.

● Zu den bekannten potenziellen Spätfolgen der Impfstoffe, die noch nicht ausgeschlossen werden konnten, gehören unerwünschte Immunreaktionen auf Infektionen,(9) neurologische Störungen,(10) Autoimmunerkrankungen(11) und schwangerschaftsbedingte Probleme(12) , die sich erst nach Monaten oder Jahren zeigen könnten.

● Bei den Impfstoffen von Pfizer-BioNtech und Moderna handelt es sich um eine völlig neue mRNA-Impfstofftechnologie, die bisher noch nie an eine große Bevölkerung verabreicht wurde.

● AstraZeneca verwendet zwar eine Standardverabreichungsmethode, präsentiert der Wirtszelle aber immer noch DNA-Fragmente, die dann vom Wirt aufgenommen werden, um die Produktion von Spike-Proteinen zu programmieren, im Gegensatz zu den traditionelleren Technologien mit ganzen Viren oder viralen Proteinen.(13) Die kürzliche Aussetzung dieses Impfstoffs in mehr als einem Dutzend Ländern wegen der Befürchtung von Blutgerinnseln gibt Anlass zur Sorge.(14)

● Das Risiko für Kinder, an COVID-19 zu erkranken, ist äußerst gering, und kein zuvor gesundes Kind unter 15 Jahren ist bisher gestorben.(15) Im Vergleich dazu machte COVID-19 in den letzten (12) Monaten 0,54 % aller Todesfälle im Kindesalter in Großbritannien und sechs anderen Ländern aus.(16) Etwa 30-50 % der Kinder bleiben asymptomatisch, und Einweisungen ins Krankenhaus oder auf die Intensivstation sind ungewöhnlich.

● Eine kleine Anzahl von Kindern wurde mit einem pädiatrischen entzündlichen Multiorgan-Syndrom gemeldet, aber die überwiegende Mehrheit hat sich vollständig erholt.(17)

● Es wurde vermutet, dass eine sehr kleine Anzahl von Kindern ein “Long Covid” entwickeln könnte, aber angesichts der unbekannten Risiken von Nebenwirkungen der Impfung ist dies kein Grund, weiterzumachen.(18)

● Kinder übertragen das Virus seltener als Erwachsene.(19) in der Tat reduziert das Leben oder die Arbeit mit kleinen Kindern das Risiko einer schweren Erkrankung.(20) Daher ist das Argument des “Schutzes anderer” nicht anwendbar.

● Die begrenzten britischen Studien an Kindern sind darauf ausgelegt, die Immunantwort mit nur 300 Teilnehmern zu untersuchen. Diese Studie kann keine langfristige Sicherheit gewährleisten.

Aus all den oben genannten Gründen wäre es höchst unethisch, Kinder zu impfen, die ein so geringes Risiko für COVID-19 haben. Alle potenziell langfristigen negativen Folgen der Impfung sind besonders wichtig für Kinder, die noch so viele Jahre ihres Lebens vor sich haben und deren Immunsystem und neurologisches System sich noch entwickelt.

Der Beginn von Forschungen an Kindern vor der Veröffentlichung von Langzeitsicherheitsdaten für Erwachsene könnte einen Verstoß gegen den Nürnberger Kodex darstellen.(21) Wir müssen nicht weit in die Geschichte zurückblicken, um uns an die verheerenden Schäden zu erinnern, die eine übereilt auf den Markt gebrachte Impfung haben kann. Über 1.000 Kinder wurden durch den Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix mit Narkolepsie dauerhaft behindert. Die schnelle Markteinführung eines neuen Impfstoffs gegen Dengue-Fieber führte auf den Philippinen zum Tod von 10 Kindern, nicht zum Zeitpunkt der Impfung, sondern erst Monate später, als sie das nächste Mal mit dem Dengue-Virus in Berührung kamen. Es wäre unverzeihlich, solche Fehler hier zu wiederholen. Das Immunsystem ist phänomenal komplex und immer noch schlecht verstanden. An kleinen Kindern für eine Krankheit zu experimentieren, die verschwindend geringe Risiken birgt, ist ein Weg, den kein ethischer Wissenschaftler beschreiten sollte. Es ist eine klare Abkehr vom Vorsorgeprinzip und die wissenschaftlichen Experten von HART raten dringend davon ab.

Artikel erschien auf der Webseite der HART Group: https://www.hartgroup.org/covid-19-vaccination-in-children/

Quellenangaben

  1. Oxford University/AstraZeneca COVID-19 vaccine approved
  2. Boris Johnson hails 15 million jabs as ‘significant milestone’ – YouTube
  3. Safety and efficacy of the ChAdOx1 nCoV-19 vaccine (AZD1222) against SARS-CoV-2: an interim analysis of four randomised controlled trials in Brazil, South Africa, and the UK
  4. Joint Committee on Vaccination and Immunisation: advice on priority groups for COVID-19 vaccination, 30 December 2020 – GOV.UK (www.gov.uk)
  5. Safety and efficacy of the ChAdOx1 nCoV-19 vaccine (AZD1222) against SARS-CoV-2: an interim analysis of four randomised controlled trials in Brazil, South Africa, and the UK
  6. Information for Healthcare Professionals on Pfizer/BioNTech COVID-19 vaccine
  7. Effect of vaccination on transmission of COVID-19: an observational study in healthcare workers and their households
  8. Greenbook chapter 14a_v6 (publishing.service.gov.uk)
  9. Immunization with SARS coronavirus vaccines leads to pulmonary immunopathology on challenge with the SARS virus
  10. AS03 adjuvanted AH1N1 vaccine associated with an abrupt increase in the incidence of childhood narcolepsy in Finland – PubMed (nih.gov)
  11. Immune thrombocytopenic purpura (ITP) associated with vaccinations: a review of reported cases. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25427992/
  12. The risks of using allogeneic cell lines for vaccine production: The example of Bovine Neonatal Pancytopenia
  13. Types of vaccines for COVID-19
  14. EU countries pause AstraZeneca’s covid-19 jab over safety fears
  15. Deaths registered weekly in England and Wales, provisional
  16. Clinical characteristics of children and young people admitted to hospital with COVID-19 in United Kingdom: prospective multicentre observational cohort study
  17. Children and young people remain at low risk of COVID-19 mortality – The Lancet Child & Adolescent Health 
  18. Vaccinating children to prevent long covid? More caution is needed in interpreting current epidemiological data | The BMJ
  19. Incidence and Secondary Transmission of SARS-CoV-2 Infections in Schools
  20. Enhanced surveillance of COVID-19 in education settings
  21. The Nuremberg Code (1947)

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